Schirmherrin Dr. Petra Bahr

Landessuperintendentin Hannoversche Landeskirche

Birgit Pape

Die Musik gehört zur Reformation wie das Amen in die Kirche. Es ist heute fast nicht zu glauben, aber zu Luthers Zeiten durften die Menschen in den Gottesdiensten kaum singen. Und wenn, dann nur auf Griechisch oder Latein und das verstand damals niemand. Dank Martin Luther wurde in der eigenen Sprache gesungen. Der Reformator hatte selbst mehrere Lieder gedichtet und Melodien komponiert. Die Leute begriffen endlich, welch schöne Geschichten mit der Musik erzählt werden konnten. Das machte sich auch Luther zu Nutze. Er griff auf bereits vorhandene Melodien zurück und dichtete bekannte Volkslieder um. Das kam gut an. So gut, dass seine Gedanken in alle Welt posaunt wurden.

„Singt Gott ein neues Lied“ heißt es in vielen Psalmen, dem poetischen Liederbuch der Bibel. Das haben Luther und seine Mitstreiter damals ganz wörtlich genommen. Die alten Lieder wurden mitunter ganz abgeschafft und durch komplett neue Gesangsbücher ersetzt. Da fegte ein revolutionärer Geist durch die Kirchen, eine Kraft, die Neues schuf.

Ein solch frischer Wind weht bald auch durch Nienburg und durch Rinteln, durch Neustadt, Wunstorf und Stadthagen, durch Bückeburg und Bad Nenndorf. Mit dem Musical „Luther macht Schule“ bringen Schülerinnen und Schüler die Geschichte der Reformation um Martin Luther auf die Bühnen - und erwecken sie damit neu zum Leben.

Projektleiterin Birgit Pape hat sich beim Texten und Komponieren das biblische Motto „Singt Gott ein neues Lied“ zu Herzen genommen. Ob Rock’n’Roll oder Rap, ob als Blues oder im Chor - in den Liedern und Szenen des Musicals ist etwas von der revolutionären Kraft zu spüren, die auch Luther und seine Freunde antrieb. So finden die Botschaften der Reformation neues Gehör.

Bis sich der Vorhang hebt und das Publikum ein tolles Musical zu sehen und zu hören bekommt, haben viele helfende Hände mitgewirkt. Dem Team der Kirchenkreismusiker um Birgit Pape sei ebenso herzlich gedankt, wie den vielen begeisterten Schülerinnen und Schüler, den engagierten Lehrkräften und allen, die Zeit, Leidenschaft und Muße investiert haben.

Für die Aufführungen wünsche ich den Mitwirkenden gutes Gelingen und Gottes Segen - auch gegen das Lampenfieber. Dem Publikum wünsche ich gute Unterhaltung, auch bei den ernsten Themen. Mögen alle Besucher die neuen Lieder summend und pfeifend auf ihren Heimwegen in die Welt tragen. Und so zu musikalischen Botschaftern der Reformation werden.